DIE CDU FRAKTION IM ERFURTER STADTRAT
LANDESHAUPTSTADT THÜRINGENS
03.06.2008
Erfurt sollte sich seiner sehr günstigen zentralen Lage in der Mitte Deutschlands und Europas und den immer besser werdenden Verkehrsanbindungen bewusster werden. Es ist an der Zeit diese Standortvorteile besser zu vermarkten. Der erwicon-Kongreß ist dazu ein richtiger Ansatz, meint der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU-Stadtratsfraktion Jörg Kallenbach.
Durch den immer weiter fortschreitenden sechsspurigen Ausbau der A4/E40 (Ukraine - Frankreich) werden die Reisezeiten nach Ost und West deutlich kürzer. Die A71 Sömmerda - Schweinfurt sorgt für schnellere Verbindungen nach Südwestdeutschland und in die Schweiz. In wenigen Monaten werden auch die Fahrzeiten nach Bayern und Südeuropa durch die Fertigstellung der A73 (Suhl - Bamberg) um ca. 45 Minuten verkürzt. Für die Fertigstellung der A71 von Sömmerda nach Sangerhausen gibt es noch keinen Termin. Allerdings sind die Bauarbeiten im Gange und werden in wenigen Jahren auch die Reisezeiten nach Berlin verkürzen.
Mit der Fertigstellung des Erfurter Hauptbahnhofes im Dezember 2008 wird es an dieser Stelle eine optimale Verknüpfung zwischen allen Verkehrsträgern des öffentlichen Personenverkehrs geben. Das wird die Attraktivität dieses Verkehrsknotens deutlich erhöhen. Gleichzeitig wird der Ausbau der Eisenbahnstrecke Erfurt - Würzburg abgeschlossen, was die Reisezeit zwischen diesen beiden Oberzentren um ca. eine halbe Stunde verkürzen wird.
Im Jahr 2015 wird die ICE-Neubautrasse Erfurt - Halle/Leipzig in Betrieb gehen, was die Fahrzeit in diese beiden Städte auf nur noch eine halbe Stunde reduzieren wird.
Unbefriedigend ist, dass die Neubaustrecke Erfurt - Ebensfeld (Nürnberg) erst 2017 fertig sein soll, bedauert der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Stadtratsfraktion Jörg Kallenbach. Jedenfalls geht dann der Traum in Erfüllung, dass man in 70 Minuten in Nürnberg ist. Dann wird Erfurt auch eisenbahnseitig im Schnittpunkt zweier Magistralen mit europäischer Dimension in Ost-West und Nord-Süd- Richtung liegen.
Es bleibt die dringende Aufgabe mehr Güterverkehr von der Straße auf die Schiene zu bringen. Dazu bieten die Eisenbahnneubaustrecken zwei vollkommen neue Chancen. Zum Einen stellen diese Trassen eine beachtliche zusätzliche Infrastruktur für den Güterverkehr in der Nacht dar. Zum Anderen können die frei werdenden Kapazitäten auf den vorhandenen Trassen ebenfalls zusätzlich für Güterzüge genutzt werden.
Diese Chance sollten auch die Thüringer Wirtschaft im Blick haben. Dazu sollte schon bald begonnen werden die Kapazität des Erfurter Güterverkehrszentrums deutlich zu erweitern. Bei den immer weiter steigenden Kraftstoffpreisen wird diese zusätzliche Kapazität für den kombinierten Verkehr dringend benötigt. Aber auch aus Gründen des Klimaschutzes besteht dringender Handlungsbedarf.
Für die Erstellung entsprechender nachhaltiger Logistikkonzepte ist das know how der Fachhochschule Erfurt unverzichtbar, betonte dessen Kuratoriumsvorsitzender Jörg Kallenbach. Schon in dieser Woche sind solche Chancen und Möglichkeiten auf dem erwicon-Kongreß zu beraten. Diese neuen Verkehrswege sind letztlich die Weiterentwicklung mittelalterlicher Handelsstraßen, die einstmals so ähnlich verliefen. Damals hat es Erfurt als Stadt des Handels und der Wissenschaft zu Rum und Reichtum gebracht.
Wir sollten jetzt an diese Tradition anknüpfen!
(c) 2007 CDU Stadtratsfraktion Erfurt, Fischmarkt 1, 99084 Erfurt, Email: cdu-fraktion@erfurt.de
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