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Konzeptioneller Stadtteilplan Ilversgehofen

Vorlage 000459/08 zur Sitzung des Stadtrates am 26. November 2008

Jörg Kallenbach, Stellvertretender FraktionsvorsitzenderDer vorliegende Abschlußbericht zum konzeptionellen Stadtteilplan(KSP) Ilversgehoven ist aus Sicht der CDU-Fraktion in zweifacher Hinsicht erfreulich. Zum Einen bezüglich des zu Stande kommens und zum Anderen bezüglich des Inhalts:

Der vorläufige Bürgerbeirat verfasste im letzten Jahr für den Stadtteil Ilversgehoven eine Charta anlässlich der Vorstellung des ersten Entwurf des KSP. Dies war eine vollkommen neue Form der Identifikation von Akteuren vor Ort mit ihrem Stadtteil. Auch in den Folgemonaten kam es zu einem produktiven Zusammenwirken zwischen Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und dem beauftragten Bürd für urbane Projekte. Diese neue Form der Zusammenarbeit hat sich bewährt.

Inzwischen ist der Bürgerbeirat längst fest installiert und es gibt sogar einen Freundeskreis mit 20 Mitgliedern. Ilversgehoven ist städtebaulich sehr heterogen mit einigen Missständen, die vor allem durch den Niedergang von Industriebetrieben nach der Wende verursacht wurden. Als vollkommen richtig hat sich die Entscheidung zum Bau der Stadtbahntrasse Ilversgehoven-Rieth mit der Aufwertung der angrenzenden Straßenzügen erwiesen. Nun sollte der Nordbahnhof mit seinem Umfeld aufgewertet werden. Vielleicht wäre es der richtige Standort für den Bürgerbeirat, der noch angemessene Räume sucht. Folgende Schwerpunkte empfiehlt der Sprecher der CDU-Fraktion Jörg Kallenbach, beispielhaft für die Entwicklung von diesem Stadtteil:

  1. Fortsetzung der Sanierung der Gründerzeitbebauung. Es lohnt sich jetzt vor allem mit den Fördermitteln des Bundes zur Wärmedämmung diese Bausubstanz zu erhalten und energetisch effizient zu gestalten.
  2. Nutzung der Brachen und Baulücken für Neubauten, insbesondere mit alternativen Wohnformen. Da der Stadtteil zwischen der Fachhochschule und der Universität liegt, bieten sich Wohngemeinschaften für Studenten an. In diesem Zusammenhang weist Kallenbach darauf hin, dass sich Prof. Dr. Lutz von der FH intensiv mit seinen Sachverstand für eine positive Entwicklung des Stadtteils eingebracht hat.
  3. Brachflächen, die nicht kurzfristig bebaut werden können, sollten schnellst möglich aufgeräumt und begrünt werden. Selbst wenn zu einem spätem Zeitpunkt die Grünfläche überbaut werden sollte, wäre es jetzt eine lohnenswerte Aufwertung.
    All diese Ideen lassen sich nur umsetzen, wenn die Stadtverwaltung einen wirklichen Bauherrenservice entwickelt. Nur mit einer aktiven Bauherrenberatung wird es gelingen, wenig gewinnbringende Vorhaben umzusetzen. Auch das Engagement der Akteure vor Ort darf nicht nachlassen.

Abstimmungsergebnis: einstimmige Zustimmung

Berichterstatter: Jörg Kallenbach, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender

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