CDU fordert höheres Tempo bei der Entwicklung der Erfurter Seen
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Aus Sicht der CDU-Fraktion dauert die Entwicklung der Erfurter Seen zu lange. Ähnlich wie bei den Leipziger Seen soll auch in Erfurt ein Naherholungsgebiet mit großem Potential entstehen, fordert CDU-Stadtratsmitglied Thomas Pfistner.

Seit den 1960-er Jahren wird nördlich von Erfurt Kies abgebaut. Dabei entsteht seitdem zwischen der Sulzer Siedlung und Alperstedt die Erfurter Seenkette. Der Kiesabbau zieht sich bis heute weiter über Jahrzehnte hin. Mit einem Antrag für die Septembersitzung des Stadtrates wird die Stadtverwaltung deshalb aufgefordert, die Entwicklung einschließlich von Grundstücks- und Infrastrukturfragen zu beschleunigen. Erste Seen sollen zügig zum Abschluss gebracht werden. Eine aktuell ausgeschriebene Planungsstelle ist daher zügig zu besetzen. Die Mittel für die Entwicklungsplanung müssen im Haushalt 2021 bereitgestellt werden. Längerfristig kann die Stadt über Pachten, Mieten oder Verkäufe wieder Geld einnehmen.

Erst vor kurzem informierte sich die CDU-Fraktion im Rahmen einer Klausurtagung über die derzeitige Entwicklungslage. Derzeit liegt auf dem Gebiet vielerorts noch altes DDR-Bergrecht. Bis zu dessen Abschluss bauen die Kiesunternehmen weiter Kies ab. Erst dann sind sie zu einer Renaturierung verpflichtet. Einige Seen sollen erst nach 2050 fertig werden. "Der Alperstedter See zeigt bereits heute, wie sich die Region insgesamt entwickeln könnte, nämlich mit Übernachtungs-, Wassersport- und Freizeitmöglichkeiten. Auf Erfurter Gebiet kann im Moment nur das Strandbad Stotternheim offiziell als Badesee genutzt werden", hält Pfistner fest.

Die CDU-Fraktion regt nun an, stückweise ein Naherholungsgebiet im Bereich der Seen zu entwickeln. Der Kiesabbau an einzelnen Seen soll demnach schnellst möglich zum Abschluss gebracht werden, sodass Renaturierung und die Erschließung zur Naherholung beginnen können. "Als Naherholungsgebiet wären die Seen nicht nur ein Ausflugsziel für die Erfurter, sondern auch für Touristen aus Nah und Fern. Andere Regionen machen es uns vor", betont Thomas Pfistner abschließend. Derzeit müsse außerdem das Müllproblem in den Griff bekommen werden. Hier ist in erster Linie jeder einzelne gefragt, Ordnung zu halten.