CDU sieht Gesprächsbedarf zur Clara-Zetkin-Straße
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Kordon: Geltende Stadtratsbeschlüsse einhalten – breitere Beteiligung nötig

Über die aktuellen Meldungen zu den Vorhaben der Stadtverwaltung in der Clara-Zetkin-Straße zeigte sich Dominik Kordon überrascht. Der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion verweist auf geltende Beschlüsse des Stadtrates. Einfach mit weniger Verkehr zu planen, ist noch keine Verkehrswende, es braucht auch die Schaffung von Alternativen, dies ist dem Vorschlag nicht zu entnehmen.

Erst im März 2020 beschloss der Erfurter Stadtrat den Lärmaktionsplan. Für die Zetkin-Straße ist demnach nachts eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h vorgesehen. Darüber hinaus ist eine überbreite Fahrspur angedacht, die den Verkehr zu Spitzenzeiten auffangen kann. „Wir sehen die Stadtverwaltung in der Pflicht, diese Beschlüsse umzusetzen. Außerdem haben wir in den vergangenen Jahren mehrfach zunächst eine Testphase angeregt, um drohende Verlagerungen des Verkehrs in angrenzende Straßen und Ortsteile zu vermeiden.“

Bereits kleinere Baustellen in der Zetkin-Straße haben in der Vergangenheit gezeigt, dass es in den Stoßzeiten vermehrt zu Stausituationen kommt. Es müssen alle Beteiligten einbezogen werden. Die Anliegen der Anwohner sind verständlich und berechtigt. Die Clara-Zetkin-Straße gehört aktuell zu den Hauptverkehrsadern der Stadt, insofern müssen die Belange des Autoverkehrs ebenfalls berücksichtigt werden. Es hilft niemandem, wenn es zu Staus kommt und damit zu einer erhöhten Abgasemission. Darüber hinaus würde der Verkehr in die angrenzenden Straßen bzw. die näheren Ortsteile verlagert werden. Es ist daher eine breitere Beteiligung nötig, wenn solche umfassenden Maßnahmen von der Verwaltung angestrebt werden. In der angrenzenden Windthorsstraße ist es bereits gelungen den Radverkehr sicherer zu gestalten.