Diskussion um Nettelbeckufer versachlichen
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CDU-Fraktion weist Vorwürfe gegen Dr. Raßloff zurück

Die Kampagne zur Umbenennung des Nettelbecksufers schreckt mittlerweile vor verbalen Angriffen auf Persönlichkeiten nicht zurück, die andere Meinungen vertreten. Dies betrifft besonders den Historiker Dr. Steffen Raßloff. Zahlreiche Artikel gipfelten am 25. Juli 2020 in der Thüringer Allgemeinen im Beitrag „Ranke-Spiele“ von Dr. Sabine Schmolinsky, Professorin für Mittelalterliche Geschichte und Dr. Florian Wagner von der Universität Erfurt.

"Es wird Zeit, dass die Gegner des Nettelbeckufers zur Sachargumentation zurückkehren. Wer abweichende Meinungen durch Verkürzung und ohne Beleg als rechtspopulistisch abstempeln will, dem geht es um Agitation nicht um Argumentation. Besonders anmaßend ist die Behauptung, Herr Dr. Raßloff vertrete so nicht die Meinung der CDU-Fraktion. Wir weisen diese Vorwürfe gegen Dr. Raßloff in aller Entschiedenheit zurück und stellen uns entschieden gegen den Versuch diesen renommierten und verdienten Wissenschaftler zu diskreditieren. Er besitzt unser volles Vertrauen als sachkundiger Bürger im Kulturausschuss und in der Straßennamenkommission.", so Fraktionschef Michael Hose.

Die Angriffe sind umso empörender, als sie mit Dr. Raßloff einen der renommiertesten Landeshistoriker treffen, Autor von mehrfach aufgelegten Standardwerken wie „Geschichte Thüringens“ und „Geschichte der Stadt Erfurt“. Darüber hinaus gilt er als ausgewiesener Neuzeithistoriker, der 2018 für den Bestseller des britischen Dorling Kindersley Verlages „Deutsche Geschichte, die große Bildenzyklopädie“ das Kapitel zum Nationalstaat von 1871-1945 einschließlich der Kolonialgeschichte verfasst hat.

"Die CDU-Fraktion appelliert an die Aktivisten und Sympathisanten der Umbenennungsinitiative, solche polemischen und politisierenden Angriffe auf Persönlichkeiten einzustellen, die in der öffentlichen Diskussion andere Meinungen vertreten. Wir hoffen künftig auf eine sachliche, faire und offene Debatte, in der das ganze Meinungsspektrum ohne Anfeindungen zum Ausdruck kommt. Dazu gehört auch, dass die Anwohner ernst genommen werden und mit Ihnen auf Augenhöhe diskutiert wird. Dies ist die unabdingbare Grundlage für eine demokratische Entscheidung. Wir dürfen es nicht zulassen, dass die Debatte um das Nettelbeckufer unsere Stadtgesellschaft spaltet.", so Michael Hose abschließend.