Personalentwicklung
Rathaus Neu

Struktur und Leitung fehlen

Schublade auf, Schublade zu. Bei der Personalentwicklung genügt es, jedes Jahr den Antrag vom Vorjahr herauszuholen und ihn zu aktualisieren. Diverse Beschlüsse zur Optimierung der personellen Situation wurden bereits durch den Stadtrat gefasst. Dennoch wird innerhalb der Verwaltung immer noch über Über- oder Unterbesetzung in bestimmten Bereichen geklagt, hoher Krankenstand und darüber, dass von der Verwaltungsspitze keine wegweisenden Ansagen kommen, geschweige denn der Wille gezeigt wird, das Problem ernsthaft zu lösen. Die Kosten für den Personalbereich steigen jährlich weiter. Teils ist dies Tarifbedingt. Jedoch können die Tarifsteigerungen nicht zur Universalausrede werden, das strukturelle Problem nicht bewältigen zu müssen. "Dass es an Absprachen und innerbehördlicher Kommunikation mangelt, spüren letztlich auch die Bürger, Investoren und Unternehmen bei Behördengängen oder Antragsvorgängen. Sie sind konfrontiert mit Verzögerungen oder Nicht-Zuständigkeit. Ein Defizit bei der Führung lässt sich nie lange verbergen – sowohl nach innen, als auch nach außen", kommentiert Fraktionschef Michael Hose. Mit dem erneuten Antrag der CDU-Fraktion, endlich die Personalentwicklung strukturiert, flexibilisiert und optimiert voranzubringen, greift nun den Grundgedanken der Strukturierung beim Personal erneut auf. Eine entsprechende Analyse und Aufgabenkritik müssen dem endgültigen Konzept voran gehen. Angeblich soll es innerhalb der Verwaltung inzwischen Bewegung geben, allerdings deutlich zu spät.