In der aktuellen Diskussion um die Zukunft des Domplatzes wird viel über mögliche Veränderungen gesprochen – dabei gerät der eigentliche Inhalt des CDU-Antrags mitunter aus dem Blick. "Unser Antrag sieht mit allen Betroffenen eine ergebnisoffene Diskussion über verschiedene Optionen zur Verkehrsreglung am Domplatz vor. Von einer Abschaffung der Straße ist an keiner Stelle die Rede." so Dominik Kordon.
Im Antrag ist die Beteiligung von Anliegern (bspw. Anwohner, Rettungs-- und Pflegekräfte, EVAG/Taxis, Gewerbetreibende und Händler) als zentraler Bestanteil explizit vorgesehen. Kordon weiter: "Für Anwohner, Händler und Lieferanten soll nichts schlechter werden. Dafür für Fußgänger und Kunden vieles besser. Ob das geht, lohnt sich zu prüfen."
Die CDU-Fraktion hat die Gestaltung der Innenstadt über Jahre stets konstruktiv, kritisch begleitet – mit dem Anspruch, Aufenthaltsqualität und Erreichbarkeit in Einklang zu bringen. Dazu zählt auch der Einsatz für ausreichend Parkmöglichkeiten sowie die Unterstützung von Initiativen, die praktikable Lösungen für Gewerbetreibende fordern bspw. am Wenigemarkt.
Auch am Domplatz verfolgen wir diesen differenzierten Ansatz: Es geht nicht um eine pauschale Sperrung, sondern um die Prüfung verschiedener Optionen – etwa zur Verbesserung des Markthandels, zu Kurzzeitparkplätzen, zur Verkehrsführung des Durchgangsverkehrs und besseren Querungsmöglichkeiten, Schrittgeschwindigkeit oder alternativen Zufahrtsregelungen. Eine Machbarkeitsstudie zur Verkehrsberuhigung soll diese Fragen klären – unter aktiver Einbindung der Betroffenen. Die Wortmeldungen der vergangenen Woche bestärken uns darin, diese Anliegen und Sorgen - wie im Antrag vorgesehen - an den Beginn zu stellen.
Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ist es wichtig, Potenziale zu prüfen und gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln. Verkehrsplanung funktioniert nur, wenn betroffene Bürger und Leistungserbringer beteiligt werden. Das, was in den letzten Jahren nicht gut lief, soll jetzt besser werden. Der Antrag der CDU-Fraktion versteht sich als Impuls für eine sachliche und offene Diskussion über die Zukunft eines der zentralen Plätze unserer Stadt.