Die CDU-Fraktion im Erfurter Stadtrat bekräftigt ihre Forderung nach einer Obergrenze für den Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund in Schulklassen. Ziel ist es, eine gelungene Integration zu gewährleisten und den Bildungserfolg aller Schülerinnen und Schüler zu sichern. Dieser Vorstoß kommt, nachdem bereits Familienministerin Prien eine ähnliche Debatte angestoßen hat.
Bereits vor zwei Jahren hatte der Fraktionsvorsitzende Michael Hose gefordert, dass maximal ein Drittel der Schülerinnen und Schüler einer Klasse nicht Deutsch als Muttersprache haben sollte. Hose, der selbst ehemaliger Schulleiter in Erfurt-Nord war, betont die Notwendigkeit einer starken Bildungslandschaft, die auf die Anforderungen aller Schülerinnen und Schüler abgestimmt ist.
Er erklärt: „Integration durch Bildung gelingt mit einer Migrationsquote viel besser. Deswegen werden wir als Fraktion diese Forderung bei der Schulnetzplanung im Herbst wieder einbringen. In einigen Erfurter Schulen ist die Quote in den Klassen bereits zu hoch. Dies gefährdet den Bildungserfolg aller Schülerinnen und Schüler.“ Ein entscheidender Aspekt sei zudem, dass Kinder bereits vor der Schuleinführung Deutsch sprechen können. Hose stellt klar: „Es geht bei der Migrationsquote ums Integrieren nichts ums Diskriminieren.“
Wissenschaftliche Studien in Europa weisen darauf hin, dass ein hoher Migrantenanteil an Schulen zu einem signifikanten Rückgang der Anmeldungen einheimischer Schüler führt. Beispielsweise belegt eine Untersuchung von Beatrice Schindler Rangvid ("School Choice, Universal Vouchers and Native Flight from Local Schools") diesen Effekt. Zudem zeigen weitere Analysen, dass die negativen Auswirkungen einer starken Segregation besonders benachteiligte Schüler aus einkommensschwachen Familien betreffen, da sie am stärksten unter leistungsschwächeren Klassenkameraden leiden (Study "Small Great Nation", S. 9-10).
Die CDU-Fraktion wird sich dafür einsetzen, dass diese Quote bei der kommenden Schulnetzplanung im Erfurter Stadtrat berücksichtigt wird.