Kulturelle Angebote schwinden weiter
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Hose: Wegfall des Martinimarktes kein Einzelfall

Mit Bedauern nimmt CDU-Fraktionschef Michael Hose zur Kenntnis, dass der Martinimarkt vor der eigentlichen Martinifeier am 10. November in diesem Jahr entfallen soll. Die lokalen Medien berichteten darüber. "Mit dem Wegfall des Martinimarktes geht ein Stück Erfurter Lebensqualität verloren. Das ist leider kein Einzelfall mehr", betont Hose.

Erschreckend erscheint der Wegfall besonders vor dem Hintergrund, dass auch an anderen Stellen kulturelle Ereignisse und Angebote reduziert oder sogar gestrichen werden. Hose sieht hier unzureichendes Engagement der Erfurter Stadtverwaltung. "Immer wieder wird den Erfurtern erklärt, dass Personalstellen nicht besetzt werden können. Leider erklärt niemand, wie man dies ändern kann", kritisiert Hose weiter. Die Verwaltung begründet ihren Schritt zudem mit hohen Auflagen, beispielsweise seitens der EU. Betroffen von Schließungen und Einschränkungen sind Bibliotheken und die Museumspädagogik. Ebenso kann der mittelalterliche Adventsmarkt nicht ausgerichtet werden, da die Überbrückung bürokratischer Hürden nicht möglich sei.

Seitens der Kirchen wurde für den Martinimarkt vorgeschlagen, gemeinsam über eine Fortführung in neuer Form nachzudenken. Hose erklärt vor diesem Hintergrund: "Gewachsene und liebgewonnene Strukturen können wir nicht einfach über Bord werfen. Besonders die kulturellen Ereignisse bereichern unsere Stadt. Wenn bestimmte Formen nicht mehr zeitgerecht sind, müssen sie eben weiterentwickelt werden, um auch in Zukunft ein kulturell vielfältiges Erfurt zu haben. Alternativlose Streichungen sind der falsche Weg."