Belastungen durch Windräder senken
Windräder - Bild: Pixabay

Anwohner in Töttleben und Schwerborn verärgert

Die Standortwahl für Windräder ist in Erfurt vor allem in den Ortsteilen immer wieder ein Problem – besonders dann, wenn Anwohner nicht ausreichend und rechtzeitig eingebunden werden. Besonders stehen wohngebiets- und siedlungsnahe Standorte immer wieder in der Kritik, so aktuell beispielsweise in Töttleben oder in Schwerborn. Aus Sicht der CDU-Fraktion müssen die Wünsche und Anliegen der Anwohner vorab einbezogen werden. Es muss dabei über geringere Maximalhöhen und größere Abstände zu Siedlungsgebieten nachgedacht werden. Für die Stadtratssitzung am 15. Juli 2020 reichte die CDU-Fraktion deshalb einen dringlichen Antrag ein, dessen Dringlichkeit zunächst bestätigt wurde. Jedoch wurde er gegen die Stimmen der CDU-Fraktion in den Ausschuss verwiesen.

Akzeptanz für neue Windräder gibt es – wenn überhaupt – nur bei frühzeitiger und umfassender Beteiligung aller Anwohner, denn diese müssen unmittelbar vor ihrer Haustür mit den Anlagen leben.
Anwohner und Ortsteilräte fühlen sich nicht ausreichend informiert oder werden offenbar dann erst eingebunden, wenn kaum noch Einwände möglich sind. Die entstehenden Konflikte sind ärgerlich - sowohl für die betroffenen Anwohner, als auch für die Investoren und die Stadt.

Der Ärger über eine 240 Meter hohe Anlage, die bei Töttleben errichtet werden soll, ist verständlich. Die Problematik zur Schallemission ist hinlänglich bekannt. Darüber hinaus verändert die bloße Erscheinung einer solchen Anlage das Orts- und Landschaftsbild nachhaltig negativ. In Töttleben werden mit dem Bau kurzfristig Fakten geschaffen.